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Troubleshooting

Von Keto-Grippe und Kohlenhydrat-Entzug

Während du deinen Metabolismus auf Fettverbrennung umstellst, können Symptome auftauchen, die man als Keto-Grippe bezeichnet. Kohlenhydrat-Entzug ist auch ein sehr passender Name. Was sind mögliche Symptome und wie kann man Abhilfe verschaffen?

Energielosigkeit

Auf einer kohlenhydratreichen Ernährung behält der Körper viel Wasser. Der Salz- und generell der Elektrolythaushalt ist auf 'Speichern' gesetzt. Mit dem Umstellen auf Fettverbrennung und den damit verbundenen normalisierten Insulinlevel, scheidet der Körper dieses überschüssige Wasser aus. Auch Salz und andere Elektrolyte haben jetzt einen erhöhten Durchlauf, und unser täglicher Bedarf danach steigt an. Salz- und Elektrolytmangel können zu Kopfschmerzen und Verstopfung, Muskelkrämpfen oder -zuckungen oder sogar zu Herz-Rhythmus-Störungen führen.


Salz: 

Bist du in Ketose, empfehlen wir dir täglich etwa 6g Salz - das entspricht 1 Teelöffel. Am einfachsten stellst du es dir morgens beiseite und nimmst es über den Tag verteilt mit dem Essen ein. Je sportlich aktiver du bist, desto mehr Salz wird nötig sein. Achte also auf Symptome wie Müdigkeit / Energielosigkeit, geringe Leistungsfähigkeit, schlechten Schlaf, Kopfschmerzen, Schwindel oder Heisshungergefühle, und erhöhe deine Salzzufuhr nach Bedarf.


Auch wenn du deine Ernährung von hoch-prozessierten Lebensmitteln auf ganze, natürliche Lebensmittel umstellst, nimmst du viel weniger Salz zu dir als bisher und musst stärker darauf achten. Buillon kann schnelle Abhilfe verschaffen, doch wir empfehlen dir auf die Zutatenliste zu schauen, wenn du sie dir nicht selbst machst.


Benutze möglichst naturbelassenes Steinsalz ohne Zusatzstoffe wenn es dir möglich ist, wie Himalaya-Salz oder Redmond Real Salt. Meersalz ist heutzutage leider mit hohen Mengen an Mikroplastik belastet.


Magnesium: 

Wir empfehlen auch die Einnahme von Magnesium, da unser Wasser und unsere Lebensmittel nicht mehr genügend Magnesium enthalten und die meisten Leute einen Magnesiummangel aufweisen. Vermeide aber Magnesium Oxid und Magnesium Citrat da diese zu Durchfall führen können - Magnesium Glycinat oder Magnesium L-Threonat sind bessere Formen. Falls du Verdauungsprobleme hast, kannst du auch auf Magnesium Öle zum Auftragen oder Magnesium Salze im Badewasser zurückgreifen.


Kalium: 

Genügend Kalium ist ebenfalls wichtig. Hier ein paar exzellente natürliche Kaliumquellen welche für die ketogene Ernährung geeignet sind: Avocados, grüne Salate, Kohlgemüse wie Brokkoli, Rosenkohl, Blumenkohl und Spargel, gewisse Fischsorten wie Kabeljau, Heilbutt und Thunfisch, Haselnüsse und Pekannüsse, alle rote Fleischsorten aber vor allem Leber und Meeresfrüchte wie Venusmuscheln. Das englische Wort für Kalium ist übrigens Potassium. Und falls du auf Kaliumpräparate zurückgreifen möchtest und Medikamente gegen Bluthochdruck nimmst, prüfe zuerst, ob sich darin bereits Kalium befindet.


Ausschlag

Das ist etwas, das vor allem bei Frauen während dieser Umstellung oft passiert. Grund dafür ist der Abbau von Fett und damit verbunden das Freisetzen von Schadstoffen, die als Teil der Immunabwehr in den Fettzellen gespeichert waren. Diese Schadstoffe müssen vom Körper jetzt abgebaut und abtransportiert werden. Dabei kann es zwischenzeitlich zu verschiedensten Beschwerden wie Ausschlägen oder allgemeinen Hautunreinheiten kommen. Beobachte dich selbst und sei beruhigt, dass diese Dinge vergehen werden. Eine Massage wie eine Lymph-Drainage kann dabei sehr helfen, indem der Abtransport der Schadstoffe gefördert wird. Und vor allem: sei geduldig, und begrüsse ein langsames Abnehmen. So hat der Körper tatsächlich genügend Zeit für die nötige Entgiftung.


Haarausfall

Jede grosse Ernährungsveränderung und mit jeder signifikante Gewichtsverlust kann ein wenig Haarausfall mit sich bringen. Dies ist vorübergehend und die Haare wachsen nach. Worauf du aber sehr gut achten musst, ist die Zufuhr von genügend Proteinen. Eine proteinarme Ernährung kann sehr stark zu erhöhtem Haarausfall beitragen. Vor allem Frauen haben oft Mühe genügend Proteine in ihre Ernährung einzubauen. Wir empfehlen täglich etwa 1.5g Protein pro kg Zielkörpergewicht. Dh. bei 70kg Zielkörpergewicht etwa 105g Protein pro Tag.

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